Spieltag 56 "Recruiting & Integration internationaler Pflegekräfte" mit Nicola Kreuzer.
Shownotes
An Spieltag 56 "Recruiting & Integration internationaler Pflegekräfte" läuft Nicola Kreuzer bei uns in der BusinessLiga auf, Inhaberin und Geschäftsführerin der Holalemania GmbH.
Wir sprechen mit Nicola zudem über den Vollservice-Ansatz in der Pflegevermittlung, die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Pflegebranche, Digitalisierung im Rekrutierungsprozess und die Herausforderungen und Chancen im Pflegebereich.
Chapters
- 00:00 Begrüßung und Vorstellung des Gastes
- 00:41 Nicola Kreuzer stellt sich und ihr Unternehmen vor
- 02:12 Rolle im Fußball und Übertragung auf Geschäftsstrategie
- 03:28 Start der Unternehmensreise und Motivation
- 04:52 Geschäftsmodell: Rekrutierung aus Spanien und international
- 07:16 Prozess der Pflegekräftevermittlung und Dauer
- 08:30 Marktbedarf und demografischer Wandel
- 09:01 Gesetzliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen
- 10:26 Umgang mit Unsicherheiten und Marktveränderungen
- 12:10 Regionale Betreuung und Expansion in Deutschland
- 13:57 Wettbewerb und Marktentwicklung seit 2013
- 16:24 Qualitätssiegel und nachhaltige Betreuung
- 17:01 Statistiken zur Verweildauer der Pflegekräfte
- 20:58 Auswahl der Herkunftsländer und Marktanalyse
- 22:44 Innovative Ansätze und Krisenmanagement
- 26:27 Digitalisierung im Rekrutierungsprozess
- 27:55 Einsatz von KI und Automatisierung
- 28:22 Persönliche Herausforderungen und Leadership
- 32:29 Zukunftsausblick und Branchenentwicklung
- 37:02 Zusammenfassung und Abschluss
Also, hört und/oder schaut rein, liebe Entscheider. Die „BusinessLiga“, der Entscheider-Podcast für Digitale Transformation & Change Management, gibt's bei allen gängigen Podcast-Apps, im Clubhaus von KEYPLAY® und bei YouTube.
Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn Ihr der BusinessLiga folgt und ein Feedback da lasst.
Und wenn ihr mehr wissen wollt über Ralf und Volker, dann schaut gerne auf deren Profile bei LinkedIn und den Internetauftritten ihrer Vereine nach: Ralf spielt bei der Open Grid Europe GmbH und Volker bei KEYPLAY®.
Transkript anzeigen
00:00:19: Herzlich willkommen zur Business Liga, dem Podcast für digitale Transformation und Change Management mit Ralph Erno und Volker Rau wieder aus den Sprecherkabinen in Köln und Essen.
00:00:31: Und heute begrüße ich dich ganz herzlich hier bei Zuhörer zu Spieltag fifty-seitig mit unserem Gast Nikola Kreuzer, Inhaberin und Geschäftsführerin von All Alemania und dem Thema Recruiting und Integration internationaler Fliegekräfte!
00:00:48: sensationell, dass du bei uns ausschliegst.
00:00:51: Da freuen wir uns wirklich total und sag mal zu Beginn ein bisschen was zu deiner Person und dem Unternehmen das man so die wichtigsten Basics zu beginn hat.
00:01:01: Ja erstmal vielen lieben Dank euch beiden für die Einladung.
00:01:04: ich freue mich sehr dass ich da sein darf.
00:01:06: also Ich bin genau, ich habe das Unternehmen vor dreizehn Jahren aufgebaut.
00:01:12: Nachdem ich in meinem ersten Leben die Sushi Factory mit aufgebaut habe eine große Sushi Restaurantkette damals in Hamburg und auch teilweise darüber hinaus dann habe ich genau vor dreizehn Jahren nochmal ganz anderen Ansatz wählen wollen aber trotzdem auch mit Integration von Menschen aus dem Ausland kommen in deutschen Unternehmen.
00:01:33: Damals waren das die Sushi-Köche in der Sushi Restaurants.
00:01:36: Heute sind es die Krankenpflegekräfte aus dem Ausland und auch Hebammen, MTAs
00:01:42: usw.,
00:01:43: in deutsche Krankenhäuser.
00:01:45: Und das machen wir jetzt seit genau dreizehn Jahren.
00:01:49: Super spannend!
00:01:50: Da hast du glaube ich einiges zu erzählen.
00:01:52: also aus beiden Stationen denke ich Annemar von mir, herzlich willkommen liebe Nikola in der Business Liga.
00:01:59: Und meine Einstiegsfrage, du bist also ein bisschen vorgewarnt.
00:02:03: Wir sind ja hier im Stadion und gerade ist ja auch Fußball geäben und wenn Du jetzt der Coach wärst, also musst nicht beim Fußball bleiben, Du kannst auch ein anderes... Genre wählen, wo würdest du dich denn... Welcher Position würdest Du dich denn einsetzen?
00:02:17: Also
00:02:17: meine Kinder würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen wegen der Formulierung.
00:02:20: Weil es das glaube ich gar nicht mehr gibt.
00:02:22: aber aus meiner Generation würde man sagen als Libero weil ich mich im Job eigentlich überall an jeder Position immer so ein bisschen sehe.
00:02:29: mal wenn ich bei der Stürmer mal bin ich die Verteidigerin Mal stehe ich im Tor.
00:02:34: letzten Endes bei so einem doch noch relativ kleinen Unternehmen mit auch zwölf Personen stimmt gar nicht dreizehn.
00:02:40: seit neuestem Genau, bin ich so ein bisschen hier und da und überall.
00:02:45: Das ist spannend!
00:02:45: Libro hatten wir glaube ich noch nicht so häufig.
00:02:49: Innenverteidiger hat Volker gesagt das ist eigentlich der richtige Terminus heute.
00:02:52: aber ja die sehen wir jetzt gerade auch in USA, Mexiko und Kanada Platz flitzen.
00:02:58: leider kann er nicht mehr mit deutscher Beteiligung.
00:03:01: Aber du hast ja gerade, das finde ich ganz spannend, das Thema Integration internationaler Pflegekräfte erwähnt.
00:03:08: Vielleicht kannst du uns noch mal so ein bisschen mitnehmen.
00:03:11: wie ist es gestartet?
00:03:12: dazu auch vielleicht?
00:03:14: Du hast ja eben von einem vorhergehenden Unternehmen erzählt also Unternehmer gehen scheinst du ja zu haben bist du da gescheitert hattest aus den Fehlern gelernt und was hat dich dazu veranlasst dieses neue Unternehmen zu gründen?
00:03:31: Ja, also tatsächlich war das eine wahnsinnig spannende Zeit.
00:03:34: damals bei Sushi Factory.
00:03:36: Ich war nur immer so ein bisschen Geschäftsführerin in der zweiten Reihe – ich war zwar Mitgeschäftsführerin aber nicht Hauptgesellschafterin und habe da Gründung und Unternehmensführungen immer teilweise selbst gestaltet und teilweise aber auch einfach mitgemacht und hab damals eigentlich schon einen großen Plan gehabt wie es machen würde wenn ich's ganz alleine machen würde.
00:03:55: und für mich war immer klar irgendwann wird der Zeitpunkt sein.
00:03:59: Und dann habe ich mit der Geburt meines dritten Kindes so den Absprung gefunden und dachte, jetzt bin ich sowieso erst mal raus.
00:04:05: Dann mache ich mir da Gedanken.
00:04:07: Und letztlich kam es eigentlich so, dass meine Schwester, die in der Medizinbranche arbeitet, meinte wir brauchen dringend Fachkräfte aus dem Ausland, der ganze Gesundheitsbereich hat da Bedarf.
00:04:19: Genau zeitgleich hatte ich von anderen Unternehmen immer die Anfrage gekriegt ob ich für sie rekrutieren könnte Und ich dachte immer, rekrutiert habe ich jetzt eigentlich zwölf Jahre lang wirklich genug.
00:04:30: Es sei denn es ist interessanter und bin dann durch Zufall auf eine Sprachschule in Spanien gestoßen die genau das gemacht hat für die Gesundheitsbranche in Spaniens Pflegekräfte rekrutierte und den Deutsch ausgebildet hat aber keine Kontakte nach Deutschland zu Krankenhäusern hatte.
00:04:47: Das sollte so sein, hatte ich das Gefühl.
00:04:53: Mit denen habe ich dann halt gestartet wir kooperiert haben, ich hier Krankenhäuser gesucht habe und das dann doch schneller an Fahrt aufgenommen hat als ich so dachte.
00:05:03: Das heißt vom Geschäftsmodell her rekrutiert ihr dann Pflegekräfte aus Spanien ausschließlich?
00:05:09: Und bringt die denn hier in deutschen Krankenhäusern unter?
00:05:13: oder wie muss ich mir das vorstellen?
00:05:16: Nee also erst mal von den Ländern her war es am Anfang Spanian aber unsere spanischen krankenpflegekräften wollten eigentlich auch schnell wieder nach Hause.
00:05:23: Also die hatten schnell Heimweh Und haben das nur für so eine kurze Zeit gesehen.
00:05:28: Wir sind danach auf andere Länder gegangen, erst Europa und später international.
00:05:34: Und vom Konzept her war es aber immer so dass wir gesagt haben, wir rekrutieren nicht nur sondern wir wollen für beide Seiten das Rundum sorglos Paket.
00:05:41: also dass die Krankenhäuser sich um nichts kümmern müssen mit Behördengängen, ja Integration müssen sie schon zum Teil machen Aber dass wir uns eben von A bis Z um die Kandidatinnen und Kandidaten auch kümmern.
00:05:53: Also wir lernen die kennen, bevor sie in den Sprachkurs starten.
00:05:56: Und betreuen Sie dann intensiv mit allen Problemchen, die während der Zeit auftauchen von ich weiß nicht ob ich das schaffe?
00:06:02: Ich bin gar nicht sprachbegabt bis zu meine Mutter ist krank und eigentlich erwartet sich dass die Krankenpflegerin in der Familie sie pflegt.
00:06:10: bis hinzu was mache ich denn wenn ich die Prüfung jetzt gar nicht bestehe?
00:06:13: und einfach so Versagensängsten da es jeweils ein heimatsprachliches Team immer bei uns dabei die Leute zu begleiten von Anfang bis bis hinter Bis nachher, nach einem Jahr in Deutschland sie die prüfliche Anerkennung bekommen und dann auch so einen langfristigen Aufenthaltstitel.
00:06:29: Wer will und hat kann da noch mal Kinder nachholen und Familie nachholend und dann ist unsere Arbeit soweit getan.
00:06:37: Und seid ihr also für Krankenhäuser dann eine full service Agentur?
00:06:42: Die das den Blick drauf hat?
00:06:44: und wo ich als Krankenhaus sagen kann Mensch ich beauftrage euch und am Ende des Tages Habe ich da eine Pflegekraft, die ich auf dem deutschen Markt schwer bis gar nicht finde?
00:06:56: Ja genau.
00:06:57: Wir nennen es oft so rund ums Sorglos-Paket für die Krankenhäuser weil wir uns tatsächlich um das gesamte Projekt kümmern.
00:07:06: Wie lange dauert das dann bis ... ihr habt ne Person identifiziert bis sie in den ersten tachen Krankenhaus aufnehmen kann.
00:07:16: also da ist ja auch verstanden Ausbildung und Prüfung dazwischen noch
00:07:19: Ja, also vom Kennenlernen an bis Sie im Krankenhaus anfangen können dauert das ein knappes Jahr.
00:07:25: Weil sie dann in den Deutschkurs noch am Heimatland gesetzt werden sozusagen ersetzen sich da freiwillig rein aber wir bezahlen den halt oder des Krankenhauses nach hinein.
00:07:35: die lernen dann knappes ja deutsch und dann kommen sie hierher fang hier an zu arbeiten Aber sind am Anfang noch Pflegehelfer in Anerkennung Und dann müssen sie im ersten jahr noch so einen Vorbereitungskurs auf eine Kenntnisprüfung oder so ein Anpassungslehrgang durchlaufen.
00:07:51: Und am Ende dieses Jahres ungefähr sind sie, also das Zweiten Jahres dann letztlich aber des Ersten Jahres in Deutschland, sind Sie da eine anerkannte Pflegefachkraft?
00:08:00: So nennt sich die ehemalige Krankenschwester hier.
00:08:03: Pflegefache, Frau Pflegefahrmann!
00:08:04: Ich merke ja vom Markt, dass ihr es aufgrund des demografischen Wandels immer mehr Ältere stelle ich mir vor, immer mehr Pflegekräfte gesucht, dass noch mehr Aufmerksamkeit Interesse da ist und Leidensdruck auf euch zuzugehen, weil aus eigenem Bordmitteln, aus eigener Rekrutierung ich arbeite auch für ein paar Krankenhäuser.
00:08:27: Da höre ich das immer, dass es wirklich wirklich schwer ist die Leute nicht nur zu finden sondern dann auch zu binden.
00:08:32: Ja doch das denke ich schon da tatsächlich der Bedarf auch noch steigt gerade wenn jetzt die ganzen Boomer in Rente gehen und so also da es auf jeden Fall am Pflegefachkräftemangel ist nicht so richtig einen Ende abzusehen Auch wenn jetzt im Moment ein paar gesetzliche Vorgaben das Thema so'n bisschen runterkochen, aber es ist eigentlich gar nicht an der Zeit, dass runter zu kochen.
00:08:55: Weil die Probleme eher wachsen.
00:08:57: Kannst du das noch mal kurz erklären was da gesetzlich gerade... Sie wissen vielleicht nicht alle Zuhörer?
00:09:03: Ja!
00:09:03: Es gibt ja diese großen Sparpakete jetzt der Bundesregierung und auch im Gesundheitsbereich.
00:09:10: Und da geht's unter anderem das sogenannte Beitragsstabilisierungsgesetz.
00:09:15: Das bedeutet, dass die Krankenhäuser ein bestimmtes Pflegebudget nicht mehr übersteigen dürfen.
00:09:20: Also in den letzten Jahren durften sie rekrutieren und einstellen da wo sie das Gefühl hatten, dass es dringend nötig ist.
00:09:28: Und jetzt ist es eher so eine Kostenrechnung ihr habt so viel zur Verfügung um Pflegekräfte einzustellen oder um Pflegekräfte zu haben.
00:09:38: Und das ist natürlich mit der Realität nicht so richtig vereinbart weil Mangel ist nach wie vor da.
00:09:45: Und jetzt zu sagen, jetzt machen wir ihn noch größer aber dafür sparen wir Geld.
00:09:49: Ist halt ein bisschen schwierig und auch für uns natürlich schwierig.
00:09:55: Wie geht ihr denn also mit dem... Da wäre ich natürlich ganz höre ich mit dem Change, ne?
00:09:59: Also mit diesem veränderten Rahmenbedingungen um.
00:10:01: Also ich glaube im Oktober ist es dann erst final oder so bis das gestoßen wird.
00:10:06: Aber wie geht ihr jetzt so Kunde und ihr in dieser Phase der Unsicherheit um?
00:10:12: Ist dann alles so ein bisschen zögerlich, zurückhalten vielleicht?
00:10:16: oder wird jetzt noch schnell – ich weiß nicht, ob es möglich ist – schnell einen Budget-Topf ausgegeben damit man das schon abhaken kann bevor irgendwie der Fock da reingestagen wird.
00:10:26: Und nichts mehr geht oder viel weniger?
00:10:27: Ja, vielleicht einmal kurz noch zu... Also beschlossen ist das Gesetz.
00:10:31: Im Oktober sind die Verhandlungen wo dann genau festgelegt wird dieses Krankenhaus bekommt sechshundert Pflegekräfte und diese so und so viel.
00:10:39: Genau im Moment ist tatsächlich Unsicherheit auf allen Seiten.
00:10:43: also viele Pflegedirektoren sitzen ein bisschen wie das Kaninchen vor der Schlange und sagen mach moment gar nichts und warte mal was da kommt.
00:10:52: andere wiederum tatsächlich sagen macht was ihr wollt, aber es muss schnell gehen.
00:10:56: Die müssen im Laufe diesen Jahres noch hier
00:10:58: sein.".
00:11:00: Das ist sehr unterschiedlich.
00:11:01: also wir haben grundsätzlich uns sowieso immer vom Vertrieb her eher so über Mund-zu-Mund-Propaganda weiterentwickelt und so versuchen wir's auch jetzt und so ist das eigentlich auch für uns immer ein guter Weg gewesen dass wir ein bisschen gucken wen kennen wir wo noch?
00:11:20: Wir haben das große Glück Kunden, die mit uns zusammenarbeiten das auch nicht wieder ändern wollen würden.
00:11:27: Und das ist natürlich super weil dann entsprechend wenn da mal ein Geschäftsführer geht kann man dem dann folgen und sehen wie kann der das in seinem neuen Haus umsetzen?
00:11:39: Und sag mal die kunden sind die deutschlandweit?
00:11:42: also ich habe wir auch Wir hatten hier mal steffi camp im In der business leger Die ist bei den sanakliniken da gibt es ja eine große konsolidierung dass so mit meiner Wahrnehmung Krankenhausgruppen entstehen, die natürlich noch mehr auf Kosteneffizienz achten.
00:12:00: Wie ist da eure Vertriebsstruktur?
00:12:03: Mit welchen Krankenhäusern agiert ihr der?
00:12:06: Also brauchst du keine Namen nennen, aber eher regional?
00:12:08: Ist es eher in Hamburg oder ist das deutschlandweit?
00:12:12: Nee, schon nicht ganz deutsch landweit.
00:12:14: Aber wir haben einen Kollegen in Berlin sitzen eine Kollegin in Frankfurt und eine Kollegin Und aber auch eine Mini-Jobberin am Allgäu, die dafür ihre Krankenhäuser vor Ort zuständig ist.
00:12:28: Also zu unserem Konzept gehört dazu dass wir eben auch für die lokale Betreuung da sind das eben auch in den Bundesländern Aber auch den Städten einfach wo wir Kunden haben Dass wir da auch jemanden vor Ort haben der sich kümmert der so ein bisschen mit suchen kann was in deinem früheren Zuhause hast du Wolli bei gespielt dann suchen wir dir hier mal Wolliball vereinen oder etwas im Chor gesungen Also die einfach so ein bisschen auch für die soziale Vernetzung, welche Ärzte sind wo vielleicht sogar heimatsprachlich.
00:12:57: Die da vor Ort dann zuständig sind und das bieten wir deutschlandweit an.
00:13:03: also wir haben jetzt zum Beispiel letztes Jahr einen Kunden in Flensburg gewonnen.
00:13:06: Dann haben wir auch jemanden in Flenzburg gefunden.
00:13:10: Das ist tatsächlich dann auch so einer Minute dass wir das aus dem Hut saubern können.
00:13:18: Genau, natürlich sind solche Kliniketten wie jetzt Sana zum Beispiel mit denen arbeiten wir auch.
00:13:22: Es ist ganz wertvoll weil man dadurch auch automatisch in andere Bereiche reinkommt.
00:13:27: wenn man mit den Berlin arbeitet empfehlen die einen dann zb ins Aldol weiter oder nach Cottbus oder
00:13:34: wie auch immer.
00:13:36: Du hast ja also im Vorgespräch erwähnt das hier mit einer der ersten auf dem Marktwart mit diesem Angebot.
00:13:43: ne?
00:13:44: Wie hat sich das entwickelt Seitdem.
00:13:47: Also gibt es da viel Konkurrenz, ist das... Gibt's große Player?
00:13:51: Gibt es viele kleinere Player?
00:13:54: wie sieht das bei euch aus?
00:13:56: Genau damals, also im Jahr zwei Tausend Dreizehn als ich angefangen habe, habe ich angefangt Pflegedirektoren einfach anzurufen und zu fragen Wie siehts denn aus?
00:14:06: die pflege Situation?
00:14:07: Ich mache dass und wie sieht es bei ihnen aus?
00:14:10: Und es war wahnsinnig nett weil man immer sofort bei den Leuten gelandet ist Man immer zwanzig Minuten telefoniert hat und die erzählt haben über die Lage.
00:14:19: Und wie ist es denn?
00:14:21: Ja, das klingt nach einem super Angebot.
00:14:23: Das ist ja verrückt dass etwas ganz Neues aber ich glaube ich trau mich noch nicht.
00:14:27: Und kurz danach haben sich dann doch getraut.
00:14:30: also es war ein sehr angenehmer Vertrieb für Leute die Vertrieb nicht so mögen sowie ich.
00:14:35: Inzwischen hat er sich total verändert.
00:14:37: Also Es gibt inzwischen gerade Stand letzte Woche ungefähr sieben hundert Agenturen auf dem
00:14:43: Markt.
00:14:44: Davon haben Vierundachtzig das Gütesiegel, was wir auch haben.
00:14:48: Das steht so für faire Anwerbung und dass die Leute eben nicht hier ausgenutzt werden in vernünftige Arbeitsverhältnisse kommen und die Transparenz von Anfang an haben, dass sie wissen wo es hingeht.
00:14:59: wie bin ich da untergebracht?
00:15:01: Wie sieht mein Arbeitsvertrag aus?
00:15:02: Was habe ich für Kündigungsfristen
00:15:04: usw.?
00:15:05: Dass ist alles mit diesem Gütesiegel abgedeckt.
00:15:08: Und da gibt es aber auch schon Vier-undacht zig Agenturen und das sind in der Regel so die größeren.
00:15:15: Ab jetzt.
00:15:16: letzte Woche war ein Berlin-Hauptstadtkongress aber auch gerade festgestellt, dass auch da im Moment so einen Zusammentun stattfindet.
00:15:24: Also das ein Inder uns über den Weg lief, der meinte er hätte grad die vierte Agentur gekauft.
00:15:30: also es ist auch da so'n bisschen Konsolidierung angesagt im Moment.
00:15:36: Und steht ihr da auch in Fokus?
00:15:40: Sorge übernommen zu werden.
00:15:42: Ich meine, ihr könnt es ja selber entscheiden wahrscheinlich am Ende des Tages.
00:15:45: Aber das ist natürlich auch eine Frage.
00:15:47: dann... ich könnte mir vorstellen dass die Großen dann auch andere Konditionen aufrufen können oder andere Vorteile haben.
00:15:53: Irgendwann wird's ja machen, dass da Leute Firmen zusammenlegen wollen.
00:15:57: Ja also das habe ich gar nicht vor.
00:15:59: Also ist zum Glück in meiner Hand und ist nicht der Plan.
00:16:03: Also ich stelle auch immer wieder fest bei diesen Veranstaltungen oder wir hatten zeitgleich dann auch noch ein paar Kundentermine in Berlin, dass sich schon finde das wie auch so die besten sind.
00:16:14: Ich finde unser Angebot ziemlich gut.
00:16:16: Natürlich!
00:16:17: Ja,
00:16:18: weil
00:16:18: ich finde unsere Angebots ziemlich gut und tatsächlich auch ziemlich einmalig, dass wir eben genau gucken wer will wohin und das dann möglich machen sodass sie wirklich nachhaltig da bleiben und diese Betreuung... über so langen Zeitraum so intensiv.
00:16:34: Bei uns geht einfach auch keiner von den Kandidaten wieder weg, weil wir bringen sie dahin, wo Sie hinwollen und wo Sie sich entwickeln können.
00:16:40: Wo Sie das Umfeld vorfinden was Sie haben möchten.
00:16:44: Und ich bin überzeugt dass wir die damit auch halten können.
00:16:47: also bisher will keiner wieder weg.
00:16:50: Und führt ihr der auch Statistik?
00:16:52: Von den Pflegekräften, die Ihr quasi ins Land holt.
00:16:56: wie lange die dann bleiben
00:17:00: Nicht so richtig, aber sie hatten es am Anfang als wir mit Europa gearbeitet haben.
00:17:06: Da lag der Schnitt bei drei, vier Jahren, weil die einfach oft so ein Gap im Lebenslauf füllen wollten und keinen Job gefunden haben oder es wie einen interessanten Auslandsaufenthalt nach dem Studium gesehen haben.
00:17:21: Und jetzt bei den Leuten, die aber zum größten Teil aus Mexiko, aus Kenia, aus Indien kommen... Da ist einfach die Motivation eine ganz andere.
00:17:29: Die wollen ihr Leben hier ausbauen und wollen hier Kinder kriegen, ihre Enkelkinder noch groß werden sehen.
00:17:35: Für die ist das wirklich ein totaler Life-Changer.
00:17:37: hier Und da sind von den weiß ich glaub zweihundert mexikanische Pflegekräfte sind bisher hier angekommen.
00:17:45: Das ist unser Hauptstandbein mit Mexiko und von denen sind glaube ich zwei gegangen.
00:17:50: Also und die ersten sind sechs Jahre hier und schwören nie wieder was anderes.
00:17:55: also die sind wahnsinnig loyal dann oft auch, weil sie haben jetzt einmal den Schwung diesen ganzen Weg der Integration mitgemacht.
00:18:06: Und wenn Sie wieder wechseln würden woanders hingehen würden in ein anderes Krankenhaus was auch nach Tarif bezahlt, wo eigentlich keine Änderungen so richtig ist, müssten Sie von vorne anfangen nicht sprachlich aber von dem ganzen sozialen Umfeld und das wollen die in der Regel nicht.
00:18:23: Die sind glücklich einen Team zu haben eine neue Familie gefunden zu haben also Job-Familie gefunden zu haben, sodass da eigentlich quasi keine Fluktuation da ist.
00:18:34: Man hat sich auch von Seiten der Krankenhäuser, die quasi der Übergabeprozess professionalisiert.
00:18:43: Also gibt es da Funktionen, die die Stegelkraft aufnehmen und sich dann darum kümmern um die Integration.
00:18:52: oder werden sie so
00:18:53: zack?
00:18:54: Hingesetzt, hier sitzt.
00:18:55: Schön dass du da bist pack mal mit an oder machen wir springen in einem halben Jahr vielleicht wie es dir sonst geht?
00:19:03: Das macht natürlich auch einen Riesenpunkt aus.
00:19:05: das hat sich tatsächlich auch wahnsinnig geändert.
00:19:09: also vor dreizehn Jahren war das kollegiale Umfeld so ein bisschen so.
00:19:13: äh wieso kann die dann nicht richtig arbeiten?
00:19:15: die spricht doch fast deutsch aber auch nicht so richtig und warum kriegt ihr das gleiche Gehalt wie wir?
00:19:20: Damals haben wir immer noch so mit unseren Workshops getourt und auf den Stationen erzählt, warum die kommen.
00:19:25: Wie der Hintergrund ist was man tun kann damit es gut läuft.
00:19:29: das machen wir inzwischen auch noch bei den Krankenhäusern.
00:19:31: dies haben möchten aber sehr viele die so sprukturiert aus dem Ausland rekrutieren.
00:19:37: Die haben inzwischen also Integrationsmanager die sich innerhalb des Krankenhauses darum kümmern dass die Leute wirklich gut andocken und dass sie sich wohl fühlen dass sie eine Anlaufstelle haben, wenn die sich rassistisch behandelt fühlen oder wenn Sie das Gefühl haben.
00:19:53: Dass sie nicht so richtig ankommen im Team oder dass ihre Sprache noch nicht ausreicht oder was auch immer und das ist super wertvoll.
00:20:01: Und fachlich haben die auch, was allerdings auch nötig ist wegen dieser ganzen Anerkennungsphase noch, haben diese Praxisanleiter wie als Lehrer sozusagen zur Verfügung stehen, zeigt, wie man in Deutschland wäscht.
00:20:15: Wie man die Hygienehand hat.
00:20:16: Wie der Patientenkontakt ist mit Angehörigen und so.
00:20:23: Diesen speziell dafür nochmal da also diesen schon echt werden da gut empfangen finde ich besser als in vielen anderen Branchen wahrscheinlich.
00:20:30: Ja klar.
00:20:31: Ich meine da ist ja auch der Bedarf dann extrem.
00:20:35: Habt ihr das denn im Vorfeld?
00:20:37: Ich fand den Mix ganz spannend Mexiko Kenia Indien.
00:20:40: Habt ihr das im Vorfeld analysiert?
00:20:43: Welche Länder besonders gut geeignet sind dafür, dass Mitarbeiter als Pflegekräfte in Deutschland arbeiten oder war das eher zufällig.
00:20:52: Wie seid ihr da auf dieses Portfolio gekommen?
00:20:56: Also das erste war ja Mexiko.
00:20:57: Das hat sich tatsächlich durch zwei Umstände ergeben.
00:21:01: Das eine ist, dass wir eine Mexikanerin schon im Team hatte die bis dahin für Italien gearbeitet hat, weil sie da auch lange gelebt hatte und immer meinte ich will aus Wexiko rekrutieren.
00:21:11: Weil da wird Überbedarf ausgebildet, die kommen von der Uni und sind arbeitslos, sind total gut ausgebilde.
00:21:17: Und die wollte das von vornherein gerne.
00:21:20: Und anfangs war das immer noch.
00:21:22: dieser ganze Weg mit diesem Anerkennungsprozess schien damals noch fast ungebar.
00:21:27: Aber jetzt hat sich das alles sehr verbessert.
00:21:29: Damals hat dann auch die ZAV also diese zentrale Arbeits ... Vermittlung von der Arbeitsagentur, die hat sich auf den Weg gemacht und aus Mexiko rekrutiert.
00:21:40: Und hat dadurch so ein bisschen den Weg geäbt mit.
00:21:43: Dadurch war Mexiko so klar ... Kenia ist durch einen Kontakt mit der Außenhandelskammer in Kenia entstanden, mit denen ich im Gespräch war.
00:21:55: Die meinen, sie hätten tolle Fachkräfte da.
00:21:59: Ich bin mal hingeflohen und hab mir die Unis angeguckt.
00:22:03: Es war eigentlich dann eine Sympathiesache auch so ein bisschen.
00:22:06: Und Indien hat sich eigentlich ergeben, weil das ein sehr großer Markt ist.
00:22:10: Es gibt wahnsinnig viele Agenturen in Indien die Leute dort suchen und schon mal ausbilden und dann eben fit machen für den deutschen Arbeitsmarkt.
00:22:19: Und dadurch kam das ein bisschen zustande also.
00:22:23: Wir haben gerade geguckt nochmal hier.
00:22:26: wir haben an Spieltag siebenundzwanzig Martin Hecker von Amali Tech ich aus Köln da gehabt der afrikanische IT-Fachkräfte an deutschen Firmen ranbricht.
00:22:37: Winwin, Digitale Expertise aus Afrika trifft Nachfrage aus Deutschland dieser schmissige Spieltag-Titel.
00:22:45: da kann man nochmal reinhören wenn man möchte.
00:22:46: Ja
00:22:47: um die Tagzehnundzwanzig war das her.
00:22:51: Da hatte er auch noch ein paar Tipps.
00:22:52: oder du für die wenn ihr mal schnacken wollt.
00:22:55: Sagen wir uns so für eure Firma und oder für dich Was war denn so im Sinne von Veränderungsprozessumgang mit Change und so weiter?
00:23:04: Was war dann eine Hürde, wie seid ihr damit oder du für dich damit umgegangen.
00:23:10: Jetzt die digitale Veränderung meinst Du?
00:23:13: Ja in dem Firm Wachstum am Markt mit einem Geschäftsmodell.
00:23:20: Bei unserem Geschäfts-Modell hat sich vor allem durch die Corona-Pandemie was geändert weil davor haben wir... fast ausschließlich aus Europa rekrutiert und ganz, ganz besonders aus Italien.
00:23:33: Und schon zu Start der Pandemie hat sich bemerkbar gemacht.
00:23:37: das also einmal was natürlich schwieriger mit den Einreisen.
00:23:41: aber das war nicht das größte Problem.
00:23:42: Das größte problem war eigentlich dass man in Italien nicht mehr ins Ausland gehen wollte weil die die Erfahrung gemacht haben wenn irgendjemand Zuhause krank wird oder man schnell nach Hause möchte Dass es manchmal gar nicht möglich ist dann diese Entfernung von der Familie so wirklich spürt.
00:24:00: Und da mussten wir dann relativ schnell uns überlegen, wie es weitergeht und haben dann eben... Da kam das damit Mexiko auch ins Spiel.
00:24:09: Das heißt, das hatten wir parallel schon ein bisschen angedacht und geplant.
00:24:13: Wir hatten eigentlich für Sommer-Zw-A-T zwanzig eine große Rekrutierungsveranstaltung in Mexiko geplant die dann natürlich ausfiel Und gleichzeitig buchst der Druck jetzt ein neues Geschäftsmodell oder einen neuen Markt, zumindest also Herkunftslandmarkt sozusagen aus dem Boden zu stampfen.
00:24:32: Dann haben wir das aber relativ schnell online hinbekommen und zum Glück sind auch zeitgleich die ganzen Onlinekurse aus dem Bodengesprossen.
00:24:40: Das gab es ja vorher auch noch nicht so dass die Sprachkurse alle online stattgefunden haben.
00:24:47: Das haben wir dann relativ schnell so, dass wir dann im November of two-thousand zwanzig da auch den ersten Kurs schon starten konnten.
00:24:54: Und das hat dann auch keinen Abbruch getan.
00:24:57: oder vielleicht wird es sogar schneller?
00:24:58: Du sagtest ja Eingangs...das ist ungefähr ein Jahr dauert und dann nochmal ein Ja an der Job bis die Personen dann ready to go sind.
00:25:08: Hat das denn, wenn ihr das digitalisiert habt?
00:25:11: Ging das dann schneller?
00:25:12: oder gab es dann auch Plattformen die oder Apps wo man quasi auch so diese Kontakte besser herstellen konnte?
00:25:19: Wie hat sich das verändert in den letzten Jahren?
00:25:22: Ja, das haben wir jetzt seit zwei Jahren.
00:25:23: So gibt es eine Plattform, die nennt sich Ankadia, die ist eigentlich von der Branche für die Branche erstellt.
00:25:31: Die deckt eigentlich den gesamten Prozess ab.
00:25:33: da können sich die Leute Am Anfang über unsere Website zum Formular ausfüllen und landen dann in so einem Ping-Pong-Spiel.
00:25:42: Lade du mir jetzt die Dokumente hoch, okay gemacht?
00:25:44: Dann gibst du mir den Vorstellungstermin.
00:25:47: okay gemacht ist Zusage, Arbeitsvertrag alle Dokumete fliegen da quasi hin und her wie so eine Art Ping-pong Spiel.
00:25:55: das geht auch bis zum Ende der Anerkennung.
00:25:57: also da hat man sozusagen den gesamten Prozess auf einer Plattform Und das ist eigentlich ziemlich hilfreich.
00:26:04: Also wir haben darüber hinaus jetzt schon öfter überlegt, was uns noch fehlt und was wir für unsere Prozesse noch brauchen.
00:26:15: Aber es ist nicht so wahnsinnig viel außer hier und da mal ein Konzept oder so.
00:26:22: Wir müssen darauf vertrauen dass die sich rechtzeitig weiterentwickeln.
00:26:27: Wenn du Kenia sagst oder ich in Mexiko kann ich das nicht so einschätzen, aber das haben wir eben von Volker angesprochenen Folgen auch gelernt.
00:26:36: Die Afrikaner sind ja teilweise digital native und die sind ja digital viel weiter als wir meinen und auch als wir sind.
00:26:44: Und ich glaube, das ist dann außerdem auch Hürden, die dann aufgebaut werden.
00:26:48: Wenn du da so eine sperrige Homepage oder Lending Page hast.
00:26:52: Das ist natürlich auch schwierig.
00:26:54: Da kann man sicherlich mit Kaiji noch einiges machen.
00:26:56: Ja, das denke ich auch.
00:26:57: Es wäre nur ein Fortschritt.
00:26:59: Nikola für dich selber als Inhaberin hattest du da nochmal einen bestimmten Punkt wo du gesagt hast in der ganzen Zeit so wow!
00:27:07: Das war aber wirklich ne Challenge.
00:27:10: Da musste ich mich irgendwie anders aufstellen oder mit etwas beschäftigen und wenn ja, wie bist du damit mit dir umgegangen?
00:27:18: Weil das hat mir auch falsche Situation hättest.
00:27:20: Ist also was für den Podcast auch, für eine Zuhörer, auch für ein Scheider, die dann auch so Gedanken haben, äh pfff weißte ich ne viel Unsicherheit.
00:27:28: oder wie mache ich das, wie gehe ich damit um, wenn du da noch was hättetst.
00:27:32: Also einmal hatten wir ganz ziemlich am Anfang Das war Anfang zweitausendfünfzehn also nach anderthalb Jahren ist unsere Sprachschule in Spanien plötzlich so von einem Tag auf den anderen war sie weg, sagen wir so.
00:27:45: Also da kamen auch Themen mit Gefängnis und so weiter mit ins Spiel- und Namensänderung.
00:27:49: also es war gut für den Start für mich aber das war wohl nicht der optimale Partner.
00:27:54: jedenfalls waren die von einem tag auf einen anderen verschwunden und es war eigentlich mein einziger Partner zu dem Zeitpunkt.
00:28:01: Und da muss ich sagen... Das hat mich erstmal wahnsinnig Ja in Panik versetzt, weil ich damals schon zwei Vollzeitmitarbeiterin hatte.
00:28:11: Wo ich wusste dass zumindest die allein eine die alleine ziehen war auch vollständig auf den Job angewiesen war.
00:28:17: und Aber da war tatsächlich das der riesengroße Vorteil dieses Team was wir da schon waren.
00:28:25: also diese zu dritt einfach sagen so und was machen wir jetzt?
00:28:28: Wir müssen jetzt ja ne Lösung finden und Das hat wahnsinnig gut geklappt.
00:28:33: Also weil die eine Kollegin eben, wir haben damals aus Italien dann auch sehr viel rekrutiert.
00:28:40: Also lief über die Sprachschule in Spanien waren aber ... Es war ein bisschen kompliziert da jedenfalls bei Italien nicht ganz fremd und die eine Kollegin ist Italienerin war Italienerin Ist auch noch und ist auch noch da Und die hat sofort gesagt okay?
00:28:55: Wir müssen was im Italien aufbauen ganz schnell.
00:28:57: und dann hat sie eigentlich im eigen Regie einen Bewerbertag in Venedig organisiert weil da ne gute Hebamme Schule isst.
00:29:07: Wir hatten einen Krankenhauskunden, die haben gerade gesagt sie würden gerne Hebammen von uns rekrutieren.
00:29:12: Und dann hat sie da eigentlich über Airbnb irgendwie so eine Wohnung gemietet, die wahnsinnig feudal aussah und wirklich schick war, wo wir dann die ganzen Hebammen hineingeladen haben um diesen Bewerbertag mit uns zu machen.
00:29:27: Das war alles sehr selbst gestrickt auf einmal und es hat super funktioniert.
00:29:30: das war viel besser als vorher weil sie dann die Kunden Also ich hab die Kundinnen vom Flughafen abgeholt und dann mit dem Boot extra gefahren, nicht beim Taxi damit das ein Erlebnis ist.
00:29:40: Und sie hat in der Zeit schon die Häppchen Tramizini für die Kunden vorbereitet.
00:29:48: Es war tatsächlich so ein echter Turning Point weil ich einfach gemerkt habe Ich bin nicht alleine mit der Situation und wir das zusammen wirklich gut hinbekommen haben.
00:30:00: Die Kunden danach auch gesagt haben nie wieder mit jemandem anders Und das ist bis heute so.
00:30:04: Das war total wertvoll gewesen, dass wir gemerkt haben, wenn wir richtig Gas geben und zusammenhalten und mit unserer Leidenschaft, die wir mitgebracht haben, versuchen das Beste rauszuholen, dann klappt es!
00:30:18: Als Entscheider warst du in einer Situation – wie gehe ich damit um?
00:30:21: Dann hast du das transparent gemacht, habe ich jetzt so verstanden gegenüber deinem Team.
00:30:25: also hast nicht alles alleine auf deine Schultern genommen und gesagt, jetzt muss ich allein eine Lösung finden.
00:30:29: Transparent gemacht und quasi die die Schwarm Intelligenz, ne?
00:30:33: Dass die die Perspektiven von deinem Team mit angefragt.
00:30:39: Und dadurch seid ihr auf den Weg gekommen der sich finde ich als sensationell an die Geschichte.
00:30:45: Ich höre ja immer.
00:30:46: also ich komme hier aus der digitalen Ecke und habe mich auch mit mit KI beschäftigt.
00:30:51: und jetzt sagen alle Die nächste Stufe von KI sind ja die Roboter, die autonome Roboter.
00:30:59: Also nicht mehr nur die Arme, die man hat in den Fabriken, sondern auch Roboter die gehen können damit man sie eben auch in der Pflege einsetzen kann weil da ist ja der große Notstand.
00:31:08: Ist das bei euch ein Thema oder sagst du ne?
00:31:10: Das wird noch jahrzehntelang auch nebeneinander existieren und daher ist unser Geschäftsmodell auch ganz sicher weil der Bedarf nach wie vor so hoch ist.
00:31:21: Ich glaube, die Roboter in der Pflege sind super wichtig und die Arbeit zu vereinfachen auch.
00:31:26: Also es werden ja heute schon einige Roboter zum Heben und zum Lagern eingesetzt, wo einfach die pflegefachkräfte Rückenschmerzen von bekommen und einfach auch anders eingesetzt werden können.
00:31:41: Ich weiß dass sie auch schon in der Geriatrie da auf den Demenzstationen teilweise so eschnurrende Kätzchen oder so eingesetzt.
00:31:50: Ich glaube die eigentlichen Pflegekräfte wird es nicht ersetzen, weil da ist so viel anderes was damit mit eine Rolle spielt.
00:31:58: Also das ganze Zwischenmenschliche der wird die Arbeit der Pflege Kräfte einfach ein bisschen unter den Schiffel gestellt.
00:32:06: also die soviel mehr als einfach nur dieses Verrichten von Arbeiten Das ist einfach so viel Empathie und Zuhören und Angehörigen erklären mit Patienten sprechen, die sich Sorgen machen und Eltern beruhigen.
00:32:20: Die ihre Kinder da auf der Neonatologie liegen haben oder auf der Intensivstation.
00:32:24: Und das ist irgendwie doch sehr viel mehr als dass ich denke, dass da ein Roboter das wirklich übernehmen kann.
00:32:31: aber zur Unterstützung auf jeden Fall
00:32:34: Ja, ich glaube das ist ja auch das allgemeine Bild.
00:32:37: Das haben wir hier bei uns in unserer Firma aber auch in vielen anderen Firmen auch.
00:32:41: Ich glaube diejenigen die sich nicht mit KI und Robotern beschäftigen werden Probleme kriegen.
00:32:46: Die die sich damit beschäftigen für dieses halt eine Chance dass man dann eben auch das Geschäftsmodell weiter aufbaut und erweitert.
00:32:54: Also genau wie du sagst, dann brauche die Menschen für die höherwertigen Aufgaben, für das Zwischenmenschliche und auch für Sachen von den Robotern noch nicht gemacht werden kann.
00:33:09: Aber was die Roboter machen können, dass sie dann auch tun damit man eben die anderen entlastet.
00:33:15: Das macht schon sehr viel Sinn.
00:33:16: Nicola, was würdest du denn sagen jetzt mal mit Ausblick auf die nächsten Jahre?
00:33:22: Nur als Hypothese.
00:33:23: Wie meinst Du, wie entwickelt sich das in den nächsten zwei-drei?
00:33:26: vier Jahre die Branche.
00:33:28: Also ich
00:33:28: denke, dass der Bedarf nach internationalen Pflegefachkräften schon noch weiter steigen wird.
00:33:34: also jetzt im Moment ist halt diese Restriktion bei den Einstellungen.
00:33:40: aber das Problem lässt sie nicht weg diskutieren und auch nicht weg sparen.
00:33:45: Und ich denke das jetzt nach einer kurzen Phase wo alle erst mal rechnen müssen, was können wir uns wo wie leisten und dann aber auch sich wieder sicherer fühlen und wissen.
00:33:58: Ich kann dieses Jahr zehn Leute einstellen und nächstes Jahr fünf oder so.
00:34:03: Ich denke das wird auf jeden Fall nach wie vor ein wichtiger Markt sein.
00:34:08: ich glaube dass einige Krankenhäuser jetzt wahrscheinlich nicht.
00:34:11: also es geht ja schon los dass einige krankenhäuse so richtig diesen change mich mitmachen und pleite gehen.
00:34:19: Und bei den Agenturen wird sicher auch nochmal zu Recht Schrumpfen und Kaufen geben, aber insgesamt denke ich ist das eine Weite.
00:34:28: weiterwachsende Branche.
00:34:29: Ja, und das ist ein toller Ausblick, Nikolai!
00:34:32: Ich fasse das nochmal ein bisschen zusammen was wir heute im Spieltag gehört haben.
00:34:36: Du hast uns als Innerberin und Geschäftsführer von Ulla Alemania das Recruiting und die Integration international der Pflegekräfte näher gebracht.
00:34:44: Das war eine ganz tolle Reise, wie vor dreizehn Jahren begonnen hat.
00:34:49: du bist gestandene Unternehmerinnen also es waren nicht deine erste Firma die du gegründet hast Hast sie aufgebaut als einer der Pioniere.
00:34:57: Mittlerweile gibt es siebenhundert, aber auch nur vierundachtzig so wie ich's verstanden habe.
00:35:04: Qualitativ hochwertige mit Gütesiegel versehnende ähnliche Firmen.
00:35:09: und was euch ausmacht ist eben dass ihr ja erst aus Europa aber dann aus der ganzen Welt spannend aus Mexiko, Kenia und Indien Pflegekräfte rekrutiert habt die über sechs Jahre in ihren jeweiligen Fliegerhäusern dann auch erarbeiten und darüber hinaus.
00:35:28: Und spannend fand ich auch so auf der Unternehmerischen Reise wie du es dargestellt hast, dass natürlich dann auch mal Punkte gab, Wendepunkte gab beispielsweise – das haben wir auch schon häufiger gehört hier in der Businessliga Corona war da sicherlich ein einschneidender Punkt oder auf einmal auch Dinge komplett anders machen musstest auf Online-Formate, auf Plattformen umstellen musstest.
00:35:52: und eben auch spannend fand ich die Episode wo du halt als Unternehmerin dann auch im Team neue Lösungen folgerst du schön gesagt über Schwarmintelligenz finden musstest.
00:36:04: Das ist glaube ich auch wichtig für alle die das hören dass man da eben auch diese Variabilität mitbringen muss als Unternehmer, um erfolgreich zu sein.
00:36:14: Und nach vorne blickend hatten wir kurz das Thema Robotik gestreift.
00:36:18: Da sagst du ganz klar, es wird eine Koexistenz sein aber der Bedarf... bleibt steigend auch wenn es da jetzt Gesetze gibt, die was anderes vermuten lassen und von daher machen wir uns Volker glaube ich kann nicht für uns beide sagen.
00:36:32: Für dein Unternehmen keine Sorgen.
00:36:33: also ich glaube das wird weiter prosperieren.
00:36:36: und auch wenn's da vielleicht eine Konsolidierung gibt ganz spannende Insights auf einer super wichtige Tätigkeit auf ein super wichtiges Unternehmen weil die Pflege ist super wichtig für auch den Wohlstand unserer Gesellschaft, dass es uns gut geht und das kann man gar nicht hoch genug bewerten.
00:36:55: Es wird leider ja auch nicht immer so gesehen.
00:36:58: aber vielen Dank für die Insights Nikola und an alle Zuhörer!
00:37:02: Vielen Dank, dass ihr dabei wart.
00:37:04: Wir freuen uns aufs nächste Mal auf dem nächsten Spieltag.
00:37:06: Bis dahin bleibt's sportlich!
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